Die Stadt Ifrane und ihr Hinterland haben sich in ein prächtiges weißes Schneekleid gehüllt und den Besuchern eines der schönsten Landschaftsbilder geboten, das sich kein naturalistischer Maler hätte ausdenken und umsetzen können. Die Stadt war völlig verwandelt. Überall sah man wunderschöne Zedernwälder, die sich schneebedeckt in den Himmel streckten.
Ein wohltuender Schnee, um gegen das tödliche Austrocknen anzukämpfen, das dieselben Zedernwälder in den letzten Dürrejahren erlebt haben. Zudem bieten die weiten Schneefelder von Ifrane und seiner Region den Besuchern nun mehr als eine Möglichkeit zum Wandern und Spazierengehen in Ifrane und entlang des Tals von Ifrane, das endlich wieder den normalen Wasserlauf seines Flusses von einst zurückgewonnen hat. Die großen Schneeflocken, die besonders abends im Licht der Straßenlaternen, die die Hauptstraßen der Perle des Mittleren Atlas säumen, im Wind tanzen, bieten ein märchenhaftes Schauspiel.
Diese ersten Schneefälle, die Anfang Januar 2009 in der Stadt Ifrane und ihrer Umgebung verzeichnet wurden, haben uns Bergbewohnern das Leben neu versüßt.
Dieses Geschenk des Himmels ist ein Segen sowohl für die Versorgung des größten Wasserturms des Landes, den Ifrane und seine Region darstellen, als auch für die Schaffung von Reichtum, insbesondere in der Landwirtschaft in den Ebenen flussabwärts, sowie für die Energie, die das Land dringend benötigt.
Daher trüben weder die große Kälte der Saison noch das Fehlen großer finanzieller Mittel, um den klimatischen Unwägbarkeiten zu begegnen, unsere Freude beim Empfang dieses Schnees. So hat die Stadt Ifrane im vergangenen Dezember einen großen Zustrom von Besuchern erlebt und wird sicherlich an diesem Wochenende und in Zukunft noch mehr Gäste empfangen, die die Freuden des Wintersports genießen wollen.
All diese Menschen können problemlos ihrer bevorzugten sportlichen Aktivität nachgehen und sich dem Skifahren, Rodeln oder einfach ihrer Fantasie beim Bau von Schneemännern hingeben.
Wir wagen zu hoffen, dass sich unsere Gemeindeverantwortlichen in der Stadt Ifrane der schweren Aufgabe bewusst werden, die sie in Bezug auf die Sicherheit unserer Mitbürger oder Besucher haben, die die verschiedenen, sehr schlecht geräumten – um nicht zu sagen stellenweise gar nicht geräumten – Straßen der Stadt nutzen. Tatsächlich fragt man sich, ob es sich hierbei um Schneepflüge handelt, die die Stadt räumen, oder um Pistenraupen, die Pisten für halsbrecherische Abfahrten präparieren.
Denn wenn diese Maschinen durch die Straßen der Stadt fahren, hinterlassen sie bei fast defekten Räumschilden eine 5 bis 10 cm dicke Schneeschicht auf der Fahrbahn, was sowohl für Fußgänger durch Ausrutschen als auch für Fahrzeuge eine echte Gefahr darstellt.
Lieferant / Quelle : Mohammed Drihem, Libération